Dazu ist eine Kooperation mehrerer benachbarter Kommunen bei der Gewerbeflächenentwicklung in die Wege geleitet worden. Die neuen Standorte werden primär der Bestandspflege heimischer Betriebe dienen und diesen Erweiterungs- oder Verlagerungsflächen bieten, die nach Größe, Zuschnitt, Erschließungsqualität und Fühlungsvorteilen attraktiv sind und eine Abwanderung aus der Region verhindern. Für die Beschäftigten entstehen Arbeitsstätten, die ihnen das Pendeln aus der Region heraus ersparen. Die Städte und Gemeinden können so in die Lage versetzt werden, durch die vorgeschlagene dezentrale Konzentration genehmigungsfähige Gewerbeflächen bereitzustellen und durch eine gemeinsame Finanzierung eine anspruchsvolle Erschließungsqualität zu erreichen.
In Kooperationspartnerschaft haben sich bereits das Interkommunale Gewerbegebiet im Raum Steffenberg/Angelburg und das Interkommunanale Gewerbezentrum im Raum Bad Endbach/Gladenbach/Lohra gebildet. Weitere Bestrebungen zur Bildung eines Gewerbeflächenpools für die gesamte Region sind im Gange.
Neben der räumlichen Entwicklung des Gewerbes werden auch dessen strukturelle Probleme stärkere Beachtung finden. Ansatzpunkte sind im Aufbau von Kooperationsnetzwerken kleiner und mittlerer Unternehmen, insbesondere der Zulieferindustrie, sowie in einer stärkeren Ausrichtung der Produktion auf den regionalen Bedarf zu sehen.