Der Name des heutigen Museumsgebäudes, „Villa Grün", erinnert an den Gruben- und Hüttenbesitzer Carl Grün, der das Haus 1914 und 1915 im neoklassizistischen Stil auf dem Schlossberg errichten ließ. 1983 wurde in diesem das Wirtschaftsgeschichtliche Museum eröffnet.
Die Ausstellung des Museums dokumentiert in über zwanzig Räumen die historische Entwicklung und die vielfältigen Wirtschaftszweige des Dillgebietes. Sie widmet sich im unteren Stockwerk den Themen Bergbau, Industrie, Hütten- und Gießereiwesen von den Anfängen bis zur Gegenwart.
In den oberen Museumsräumen wird mit zahlreichen historischen Ofenplatten, gusseisernen Öfen und Herden über die Geschichte der Heiz- und Kochgeräteindustrie informiert. Ein Schwerpunkt ist hier die Entwicklung der Küchentechnik, beginnend mit einer inszenierten Küche des 16. Jahrhunderts bis hin zu modernen Einbau- und Flugzeugküchen, die im Dillenburger Raum entwickelt wurden. Des Weiteren wird über die Geologie der Region Dill informiert. Zahlreiche Exponate veranschaulichen die Geschichte des Handwerks und des Gewerbes.